Dein Notfallratgeber für Gerach
Gut vorbereitet. Sicher durch die Krise.
Stromausfall, Unwetter oder eine andere Notlage können den Alltag plötzlich verändern. Auf dieser Seite findest Du ausführliche Hinweise zur persönlichen Vorsorge, zu den örtlichen Anlaufstellen und zum richtigen Verhalten im Notfall.

Akute Notfälle
Feuerwehr und Rettungsdienst: 112
Polizei: 110
Versuche bei einem akuten Notfall immer zuerst, den Notruf zu erreichen. Nur wenn die Telefonnetze ausgefallen sind, können Notfälle bei aktivierter Notfallmeldestelle persönlich am Feuerwehrhaus Gerach gemeldet werden.
Vorrat für mehrere Tage
Trinkwasser, haltbare Lebensmittel, Medikamente, Licht, Batterien, Hygieneartikel und eine kleine Bargeldreserve gehören zur Grundvorsorge.
Warnungen beachten
Nutze NINA, Cell Broadcast, Radio, warnung.bund.de und amtliche Mitteilungen der Gemeinde.
Notfallmeldestelle
Bei längerem Stromausfall wird das Feuerwehrhaus zur Meldestelle, wenn Telefon und Notruf nicht erreichbar sind.
An andere denken
Prüfe frühzeitig, wer in Familie oder Nachbarschaft bei Ausfall von Strom, Telefon oder Heizung Unterstützung benötigt.
So bereitest Du Dich vor
Bei einem längeren Stromausfall oder einer anderen größeren Notlage können Einkaufsmöglichkeiten, Heizung, Trinkwasserversorgung und Kommunikation eingeschränkt sein. Nicht immer fällt alles gleichzeitig aus. Trotzdem sollte jeder Haushalt mehrere Tage eigenständig überbrücken können. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt, möglichst für zehn Tage vorzusorgen. Bereits ein Vorrat für mindestens drei Tage hilft erheblich.
Trinkwasser und Lebensmittel
- Trinkwasser: Plane etwa zwei Liter pro Person und Tag ein. Für zehn Tage sind das rund 20 Liter je Person.
- Lebensmittel: Lagere haltbare Lebensmittel, die möglichst nicht gekühlt werden müssen. Ein Teil sollte ohne Kochen verzehrt werden können.
- Berücksichtige besondere Ernährungsbedürfnisse, Babynahrung, Allergien sowie Futter und Wasser für Haustiere.
- Verbrauche Vorräte regelmäßig und ersetze sie rechtzeitig. So bleiben sie frisch und werden nicht unnötig entsorgt.
Licht, Energie und Information
- LED-Taschenlampen oder Stirnlampen mit passenden Ersatzbatterien
- Geladene Powerbanks für Mobiltelefone und wichtige Kleingeräte
- Batterie- oder Kurbelradio; alternativ kann vorübergehend auch das Autoradio genutzt werden
- Warn-App NINA auf dem Smartphone und aktivierte Cell-Broadcast-Warnungen
- Kleine Bargeldreserve, weil Kartenzahlung und Geldautomaten ausfallen können
Gesundheit und Alltag
- Hausapotheke, Verbandsmaterial und regelmäßig benötigte Medikamente
- Hygieneartikel, warme Kleidung, Decken und robuste Schuhe
- Persönliche medizinische Hilfsmittel sowie Batterien oder alternative Energieversorgung
- Wichtige Telefonnummern, medizinische Angaben und Kontaktdaten zusätzlich auf Papier
- Vorräte für Kinder, pflegebedürftige Angehörige und Haustiere
Prüfe regelmäßig Haltbarkeiten, Batterien, Ladezustände und die Funktionsfähigkeit Deiner Geräte.
Stromausfall: Was ist zu tun?
Nicht jeder Stromausfall ist ein großflächiger Blackout. Viele Störungen dauern nur wenige Minuten oder Stunden. Bei einem länger andauernden oder großflächigen Ausfall können jedoch Telefon, Internet, Heizung, Wasserversorgung, Einkaufsmöglichkeiten und Kraftstoffversorgung beeinträchtigt werden.
Wenn der Strom ausfällt
- Bewahre Ruhe und prüfe, ob nur Dein Haushalt oder auch die Nachbarschaft betroffen ist.
- Kontrolliere Sicherungen und Fehlerstromschutzschalter nur, wenn dies gefahrlos möglich ist.
- Schalte Herdplatten, Bügeleisen und andere gefährliche Elektrogeräte aus. So vermeidest Du Brände, wenn der Strom zurückkehrt.
- Halte Kühlschrank und Gefrierschrank möglichst geschlossen.
- Nutze Taschenlampen statt Kerzen. Offenes Feuer erhöht die Brandgefahr.
- Spare Akkus und Powerbanks. Verwende das Mobiltelefon nur für wichtige Nachrichten und Notfälle.
- Schließe Türen und Fenster, ziehe warme Kleidung an und nutze Decken, wenn die Heizung ausfällt.
Lebensgefahr durch Kohlenmonoxid: Grills, Holzkohle, nicht für Innenräume zugelassene Campingkocher oder Heizgeräte dürfen niemals in geschlossenen Räumen betrieben werden. Das entstehende Kohlenmonoxid ist unsichtbar, geruchlos und kann tödlich sein.
Warnungen und verlässliche Informationen
Nutze offizielle Warnungen und Mitteilungen. Je nach Lage informieren Behörden über Warn-Apps, Cell Broadcast, Radio, Internet, Lautsprecherdurchsagen und örtliche Bekanntmachungen. Verlasse Dich nicht auf einzelne Nachrichten in sozialen Netzwerken oder Messenger-Gruppen.
- Aktuelle amtliche Warnungen auf warnung.bund.de
- Informationen zur Warn-App NINA
- Aktuelle Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes
Unwetter und andere Notlagen
- Verfolge amtliche Warnungen und beachte die dort genannten Verhaltensempfehlungen.
- Sichere lose Gegenstände im Garten, auf Balkon oder Terrasse frühzeitig.
- Halte Dich bei Sturm möglichst in Gebäuden auf und meide Wälder, Gerüste und Freileitungen.
- Betritt überflutete Keller oder Tiefgaragen nicht, wenn elektrische Anlagen betroffen sein könnten oder Wasser schnell ansteigt.
- Fahre nicht durch überflutete Straßen. Wassertiefe, Strömung und mögliche Schäden sind oft nicht erkennbar.
- Rufe 112 nur bei akuter Gefahr für Menschen, Tiere oder bedeutende Sachwerte an.
Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf
Für ältere, chronisch kranke, pflegebedürftige oder mobilitätseingeschränkte Menschen sowie Menschen mit Behinderung kann eine Krise besonders belastend sein. Kläre deshalb wichtige Fragen möglichst vor einem Ausfall.
- Medizinische Geräte: Besprich mit Arzt, Pflegedienst oder Versorger, wie notwendige Geräte bei einem Stromausfall weiterbetrieben werden können und welche sicheren Alternativen bestehen.
- Medikamente: Halte einen angemessenen Vorrat regelmäßig benötigter Medikamente bereit. Kläre bei kühlpflichtigen Präparaten die sichere Lagerung.
- Pflege und Unterstützung: Vereinbare mit Angehörigen, Betreuungspersonen oder Nachbarn, wer nach Dir sieht, wenn Telefon und Internet ausfallen.
- Eingeschränkte Mobilität: Plane vorab, wie Du Hilfe anfordern kannst, wenn Du Deine Wohnung nicht selbstständig verlassen kannst.
- Persönlicher Notfallplan: Notiere medizinische Angaben, Medikamente, wichtige Rufnummern, Ansprechpartner und Hinweise zur Unterstützung gut lesbar auf Papier.
Warte mit diesen Vorbereitungen nicht bis zum Stromausfall. Allgemeine Fragen können vorab mit der Gemeinde oder der Feuerwehrführung geklärt werden. Die Notfallmeldestelle am Feuerwehrhaus ist jedoch keine Pflege-, Betreuungs- oder Wärmeinrichtung. Welche weiteren Hilfen eingerichtet werden, hängt von der konkreten Lage und den verfügbaren Kräften ab.
Örtliche Anlaufstellen in Gerach

Feuerwehrhaus Gerach: Notfallmeldestelle
Reckendorfer Weg 30a, 96161 Gerach
Bei einem Stromausfall von mehr als 60 Minuten im Gemeindegebiet wird die Notfallmeldestelle am Feuerwehrhaus öffentlich besetzt. Bei besonderen Gefahrenlagen, insbesondere wenn die üblichen Notrufmöglichkeiten ausfallen, kann sie früher aktiviert werden.
- Versuche bei einem akuten Notfall zuerst 112 oder 110.
- Sind die Telefonnetze ausgefallen, melde den Notfall persönlich am Haupteingang des Feuerwehrhauses.
- Ist im Eingangsbereich niemand zu sehen, nutze die Klingel.
- Die Feuerwehr nimmt die Meldung auf und leitet sie über die verfügbaren Kommunikationswege weiter.
Wichtig: Das Feuerwehrhaus ist eine Notfallmeldestelle. Es ist keine öffentliche Wärmehalle, Unterkunft oder allgemeine Betreuungsstelle. Ein öffentlicher Aufenthalt im Gebäude ist nicht vorgesehen.

Laimbachtalhalle Gerach
Hauptstraße 2, 96161 Gerach
Bei größeren Notlagen kann die Gemeinde abhängig von Situation und Aktivierung in der Laimbachtalhalle eine öffentliche Anlaufstelle für Informationen oder Unterstützung einrichten. Die Halle öffnet nicht automatisch bei jedem Stromausfall. Ob und welche Leistungen angeboten werden, wird durch die Gemeinde bekannt gegeben.
Kontakte
- Sascha Günther, 1. Bürgermeister der Gemeinde Gerach
- Stefan Gröger, 3. Bürgermeister und 1. Kommandant
- Steffen Bäuerlein, 2. Kommandant
- Torsten Baumgartl, 3. Kommandant
E-Mail Gemeinde: buergermeister@gerach.com
E-Mail Notfallratgeber: notfallratgeber@feuerwehr-gerach.com
Weiterführende Informationen des BBK
Notfallflyer für Gerach
Hier wird nach der offiziellen Freigabe der gemeinsame Notfallflyer der Gemeinde Gerach und der Feuerwehr Gerach zum Herunterladen bereitgestellt.
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